In besonderer Weise um die Gemeinde verdient gemacht

Albert Hadersbeck steckt Peter Filser den Goldenen Ehrenring an. Foto: wie
Der Rathauschef mit dem langjährigen Gemeinderat.
Pfarrer Beyrer mit dem Bürgermeister bei der Verleihung der Urkunde. Foto: wie
Haben der Jahresschlusssitzung einen feierlichen Rahmen verliehen: die "Schongauer Land-Streicher", unter ihnen drei Musiker aus Altenstadt. Foto: wie

Der Gemeinderat hatte in der Sitzung Mitte Oktober einstimmig beschlossen, Peter Filser die höchste Auszeichnung der Gemeinde – den Goldenen Ehrenring – zu verleihen. Peter Filser ist seit 1990 Mitglied des Gemeinderates und gehört damit seit nahezu 30 Jahren diesem Gremium an. In dieser Zeit habe sich Peter Filser für das Wohl und die Weiterentwicklung der Gemeinde eingesetzt, sagte Bürgermeister Hadersbeck in der Laudatio.

Filser war in diesem Zeitraum 26 Jahre zweiter Vorsitzender und zehn Jahre Fraktionsvorsitzender der UWV/FW (Freie Wähler). Neben dem Bereich Landwirtschaft hat er sich insbesondere auch für die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des örtlichen Gewerbe eingesetzt.

Darüber hinaus hat er nach der Übernahme der elterlichen Metzgerei im Jahr 1987 mit Fleiß und Geschick den Metzgereibetrieb modernisiert und durch mehrere Umbaumaßnahmen in der Schlachterei und im Ladenbereich den modernen Anforderungen angepasst. Das in einer Zeit, in der immer mehr Metzgereibetriebe auf Grund kostspieliger, schwieriger und zunehmend bürokratischer Auflagen den Betrieb schließen mussten. Durch die Ansiedlung eines Getränkemarktes und eines kleinen Obst- und Gemüsehandels wurde der Standort zusätzlich attraktiver gestaltet.

Der Betrieb wurde mehrfach ausgezeichnet, besonders hervorgehoben hat Hadersbeck in der Laudatio die Auszeichnung als „Standort-Profi“ durch den Landkreis Weilheim-Schongau im Jahr 2016. Erwähnenswert ist auch die Aktivität im Bereich Energieversorgung. Mit einer Hackschnitzelheizung in Verbindung mit zwei Blockheizkraftwerken wurde ein Nahwärmenetz für die umliegenden Liegenschaften errichtet, u.a. werden dabei auch das Feuerwehrhaus, der Bauhof und das Rathaus mit Wärme versorgt.

Beyrer: Im Ruhestand immer in Reichweite
Ebenfalls in der Sitzung am 15. Oktober hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Geistlichen Rat Pfarrer Siegfried Beyrer (79) mit dem Goldenen Ehrenring für außergewöhnliche Leistungen auszuzeichnen. Im September 1996 wurde Pfarrer Siegfried Beyrer vom damaligen Dekan Volkmar Horcher (Steingaden) in das Amt als Seelsorger in Altenstadt eingeführt. Bis zum 1. September 2012, also insgesamt 16 Jahre, führte er das Amt für den damaligen Pfarreienverbund Altenstadt, Schwabniederhofen und Schwabbruck engagiert aus.

In dieser Zeit fand u.a. die wichtige und aufwändige Sanierung der beiden Türme der Basilika (Kulturgut von nationaler Bedeutung) statt, die Pfarrer Beyrer intensiv begleitete. Unzählige Male war er vor Ort und hat sich auf dem Gerüst über den Fortgang der Arbeiten informiert. Nebenbei bemerkt: Er hat sich auch persönlich darum gekümmert, dass die Altenstadter auf ihr Glockengeläut nicht verzichten mussten.

Ebenso wurde in seiner Amtszeit die Innenrenovierung der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Schwabniederhofen vorgenommen, die erhebliche finanzielle Mittel und Zeit beanspruchte und die mit der originalen neugotischen Ausstattung ein besonderes Kleinod in unserer Region darstellt.

Im gleichen Zeitraum wurde auch mit der grundlegenden Sanierung des kirchlichen Kindergartens begonnen. Pfarrer Beyrer hat sich dafür eingesetzt, dass hier eine gute Lösung und eine langfristige vertragliche Regelung im Einvernehmen zwischen der politischen Gemeinde und der örtlichen Kirchenstiftung St. Michael gefunden wurden.

Seit Beginn des Ruhestandes im September 2012 bewohnt Beyrer das Pfarrhaus in Schwabniederhofen und ist seit dieser Zeit als „Priester in Reichweite“ weiterhin für die neue Pfarreiengemeinschaft mit insgesamt sechs in der Seelsorge tätig. Er vollendet zum Jahresende 2019 das 79. Lebensjahr und ist trotzdem eine unverzichtbare Unterstützung für die örtlichen Pfarreien und für den neuen Seelsorger Sebastian Schmidt, der auf der Feier ebenso wie 50 weitere Gäste zugegen war. 23 Jahre ist Beyrer "nahezu täglich für unsere Gemeindebürger zu erreichen; kein Termin, keine Veranstaltung ist ihm zu viel", ergänzte Bürgermeister Hadersbeck. Diese lange Zeit in der Seelsorge für eine Gemeinde sei in der heutigen Zeit außergewöhnlich. Hervorzuheben sei auch seine Offenheit und Kontaktfreudigkeit zu allen Glaubensrichtungen. Geistlicher Rat Beyrer habe sich in besonderer Weise um das Gemeindeleben verdient gemacht, schloss Hadersbeck.